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Gründe für jahrgangsübergreifendes Lernen (JüL)KontinuitätIm JüL gibt es kein Sitzenbleiben oder Springen. Die Kinder durchlaufen die Grundschule in dem ihnen gemäßen Tempo in drei, vier oder fünf Jahren. Sie bleiben dabei in ihrer Lerngruppe. Stigmatisierungen entfallen, soziale Kontinuität ist gegeben. Mit- und voneinander LernenJedes Kind verfügt über Kompetenzen. Gemeinsam arbeiten sie an Themen und Projekten, mit didaktischen Materialien und organisieren ihre sozialen Prozesse. So werden über das Helfen, das Präsentieren und den Austausch Kenntnisse gefestigt und Wissen erweitert. In ihrer Funktion als Lernhelfer lernen sie das Lernen auch für sich selbst.Differenzierung und Individualisierung Im JüL ist Differenzierung selbstverständliche Voraussetzung für das Lernen. Es ist normal verschieden zu sein und es ist normal, dass jedes Kind entsprechend seiner Voraussetzungen und Möglichkeiten, in seinem Tempo an den für das jeweilige Kind wichtigen Lerninhalten arbeitet. Als Lehrperson den Einzelnen besser sehenEs ist für die Lehrperson leichter, sich auf die Anfangsentwicklungen von 5-7 Erstklässlern zu konzentrieren. Auch den „Schulabgängern“ kann sie gerechter werden. StatusveränderungZum Beginn eines jeden Schuljahres kommen neue Erstklässler in die Gruppe, während Viertklässler sie verlassen haben. So wachsen sie vom jüngsten Kind zum ältesten Kind, vom Hilfe annehmenden zum Hilfe gebenden Kind. RollenzuschreibungDurch die regelmäßige Veränderung der Gruppenzusammensetzung können sich Rollenzuweisungen (z. B. Klassenclown, Streber, Petze) nicht in dem Ausmaß verfestigen, wie es unter Umständen in Jahrgangsklassen geschieht. EntlastungDie Erstklässler kommen in eine Gruppe mit bewährten Ritualen, Regeln und Arbeitsformen, die Orientierung bieten. So sind Kinder und Lehrperson davon entlastet, alles zugleich neu aushandeln zu müssen. |
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