Eingangsstufe

Warum Eingangsstufe?

Zum ersten das niedersächsische Schulgesetz:

„Grundschulen können den 1. und 2. Schuljahrgang als pädagogische Einheit führen (Eingangsstufe), die von einzelnen Schülerinnen und Schülern auch in einem oder drei Schuljahren durchlaufen werden kann. In der Eingangsstufe werden die Kinder des 1. und 2. Schuljahrgangs in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen unterrichtet. Eine Grundschule, die die Eingangsstufe führt, kann auch den 3. und 4. Jahrgang als pädagogische Einheit führen.“

 

Aber dennoch werden sich einige Eltern fragen, warum denn nun die Erstklässler und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet werden sollen. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen:

  • Kinder, die zwar das Alter haben, aber noch nicht schulreif sind, werden normal eingeschult und werden deshalb nicht „bestraft“, weil sie nicht mit ihren Kindergartenkindern mitgehen können. Wenn sie dann in der Regel ein drittes Jahr in der Eingangsstufe verbleiben, haben sie viele Freunde unter den Erstklässlern.
  • Kinder, die bei Einschulung schon rechnen und etwas lesen und schreiben können, werden nicht zurückgehalten, sondern werden auch schon mit Aufgaben für die Zweitklässler gefordert.
  • Kinder, die nach zwei Schuljahren noch nicht sicher sind, können ein weiteres Jahr in der Eingangsstufe verbleiben. Sie kennen bisherigen Erstklässler und kommen nicht, wie sonst beim Sitzenbleiben in eine neue Klassengemeinschaft.
  • Durch die Inklusion sind so viele verschiedene Kinder in der Klasse, die ihre individuellen Lerneigenarten haben, dass ein gemeinsamer Unterricht wie früher (alle arbeiten an den Aufgaben auf Seite 43) nicht mehr zielführend ist.
  • Die Zweitklässler der Eingangsstufe kennen sich im Gebäude und mit den Klassen- und Schulregeln aus. So werden die Erstklässler problemlos mitgenommen und eingewöhnt.
  • Zweitklässler, die etwas langsamer lernen, machen die Erfahrung trotzdem mehr zu können als viele Erstklässler, was ihr Selbstwertgefühl steigert.
  • Zweitklässler, die schneller lernen, bekommen spezielle Forderaufgaben. Sie können aber auch anderen helfen, was ihr Sozialverhalten fördert.
  • In seltenen Fällen können Kinder auch die zwei Schuljahre in einem Jahr bearbeiten und damit ein Jahr überspringen.
  • Die Kinder müssen lernen für ihre Aufgaben mitverantwortlich zu sein. Sie müssen in der Stunde ihre Aufgaben erledigen und die Hausaufgaben anfertigen, die nach ihrem individuellen Lerntempo von der Lehrerin angewiesen werden. Selbständigkeit und Eigenverantwortung werden hiermit geschult.
  • Durch die individuellen Lernfortschritte werden in den Klassen stetig neue Kleinlerngruppen gebildet, die z.T. durchaus auch aus Erst- und Zweitklässlern bestehen können.

Für uns überwiegen die Vorteile der Eingangsstufe gegenüber den Jahrgangsklassen. Wenn Sie als Eltern noch nicht überzeugt sind, fragen Sie gerne nach oder vereinbaren einen Termin mit einer Klassenlehrerin der Eingangsstufe oder mit der Schulleitung!